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5 #Fails bei der Karriere, die Sie unbedingt vermeiden sollten


Lesedauer: 3 Minuten

1. Karriereseite? Finde ich nicht.

Die originellste, hübscheste und nutzerfreundlichste Karriereseite bringt nur etwa, wenn sie auch tatsächlich gefunden und genutzt wird. Bei vielen Unternehmensseiten versteckt sich der "Karriere" oder "Jobs" Link im Footer oder in Untermenüs.

Der Kampf mit der Marketing- oder Unternehmenskommunikationsabteilung um eine prominente Platzierung auf der obersten Navigationsebene lohnt sich. Darüber hinaus sollten die Karriereseite in allen Kommunikationskanälen (Stellenanzeigen, Bewerberkommunikation, Social Media, Karriere-Portale etc.) integriert werden. Mit ausreichend Backlinks wird sie dann auch mit der Suchphrase "<Unternehmensname> Karriere" bei Google gefunden.

2. Werbetexte mit abstrakten Versprechungen

"Wir bieten Ihnen eine vielseitige Tätigkeit in einem modernen und international erfolgreiches Unternehmen."

"Die gemeinsame Leidenschaft, unser Bestes zu geben, inspiriert uns und lässt uns immer einen Schritt weitergehen."

"Bei uns erwartet Sie ein produktives Arbeitsumfeld, das die Zusammenarbeit fördert. "

Mal ehrlich, die meisten von uns nehmen solche Texte kaum wahr und schon gar nicht ernst. Die "Achtung Werbung"-Sensoren in unserem Kopf sind so ausgeprägt geschult, dass sie selbst bei der kleinsten Werbedosis ausschlagen. Ein weiteres Problem ist das Abstrakte, das wir Leser nicht mögen. Gerade auf Unternehmensseiten liest man oft so abstrakte, theoretische und verallgemeinerte Sätze, dass wir sie nicht mehr ins Konkrete und Greifbare verwandeln können. Eine "vielseitige Tätigkeit" ist so abstrakt, dass man sich alles und nichts darunter vorstellen kann. Besser wäre es zu beschreiben, was die Tätigkeit ist und was daran vielseitig ist.

3. Einsatz von Stockfotos

Die hübsche Frau mit den Colgate-weißen Zähnen hat mich doch kürzlich erst auf zwei anderen Seiten angelächelt. Ja, manche Motive sind so häufig im Einsatz, dass man sie wiedererkennt. Viele Stockfotos erkennt man auf den ersten Blick als solche, sie zerstören damit wertvolles Vertrauen zu dem Nutzer vor dem Bildschirm. Wie sehr kann ich als Bewerber den Texten glauben, wenn schon die Fotos offensichtlich unecht sind?

Gerade im Personalmarketing sollte man Bewerbern eine möglichst realistische, glaubwürdige Welt aufzeigen. Das geht mit den eigenen Mitarbeitern einfach deutlich besser und authentischer.

4. Wo gibt's denn hier die Jobs?

Die meisten Interessenten besuchen Ihre Karriereseite nicht, um sich das aufwändig produzierte Recruiting-Video anzuschauen. Sie möchten erfahren, ob es vakante Positionen in dem Unternehmen gibt, die für sie relevant sind.

Jobs sollten auf der Karriereseite immer einen Klick entfern sein. Je mehr Jobs sie haben, desto performanter und nutzerfreundlicher sollte auch die Jobsuche auf Ihrer Seite funktionieren.

5. Endlose Bewerbungsformulare

Vor einiger Zeit sprach mich ein Bekannter auf einen Job in seinem Unternehmen an. Ich schickte ihm daraufhin meinen Lebenslauf. Etwas später rief er mich an und bat mich peinlich berührt, mich noch einmal auf "ordentlichem Weg per Formular" über die Karriereseite zu bewerben. Das ist leider gelebte Praxis in vielen Unternehmen, Kandidatenorientierung geht anders.

Wer den Bewerber aufwändige Formulare ausfüllen lässt, handelt fahrlässig. Ich möchte nicht wissen, wie viele Bewerbungsabsichten schon durch einen zu komplizierten Bewerbungsprozess beerdigt wurden. Gerade die besseren Kandidaten, die es sich leisten können, nehmen diese Hürde nicht. Setzen Sie auf High Touch statt auf High Tech.

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