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Inbound-Recruiting: Worum geht es? Was bringt es?


Lesedauer: 2 Minuten

Kennen Sie jemanden, der pure Glücksgefühle bei der Jobsuche empfindet? Oder jemanden, der vor Lebensfreude strotzend in die Gespräche bei einem neuen Arbeitgeber geht?

Für die meisten Menschen ist der Schritt zu einem neuen Job ein äußerst aufregendes Abenteuer.

Da gibt es die Momente voller Enthusiasmus und Entschlossenheit, wenn man von einem Headhunter für eine hochattraktive Stelle angesprochen wurde. Oder wenn der Jobagent einem morgens eine passende, spannende Stelle aufs Smartphone schickt. Aber es gibt auch die Momente, in denen man mit sich selbst und den eigenen Vorstellungen kämpft. Was will ich eigentlich machen, mit meiner Karriere? Mit meinem Leben? Ist das Gras vielleicht nur von außen grüner? Wie sieht das denn im Lebenslauf aus, wenn ich nach 3 Monaten wieder gehe? Bin ich wirklich geeignet für den Job? Wie ist mein zukünftiger Chef wohl drauf? Warum sprechen Bauch und Kopf eigentlich eine andere Sprache?

Unser Job ist ein entscheidender Teil unseres Selbstkonzepts. Er konsumiert einen großen Teil unserer Zeit und unseres Lebens. Kein Wunder also, dass man hier viele Gedanken investiert und eine gute Entscheidung treffen möchte. Es geht um weit mehr, als die Finanzierung unserer Lebensgrundlage.

Auf eins können sich Personalverantwortliche in Unternehmen deshalb verlassen: Der Kandidat wird sich vor und während seines Orientierungs- und Bewerbungsprozesses so umfassend, wie es das Internet und sein persönliches Netzwerk hergibt, über seine beruflichen Möglichkeiten und konkrete Optionen informieren.

Ein Headhunter spricht mich auf eine Vakanz an? Auf geht's zu Google, einen Eindruck vom Unternehmen gewinnen. Ich stoße auf eine spannende Stellenausschreibung? Die Karriereseite zeigt mir, was die zu bieten haben. Soll ich mich da vielleicht bewerben? Mal bei Kununu schauen, was dort die Meinungen sind. Wie sind die Kollegen wohl drauf? Vielleicht kann ich bei Facebook einen Eindruck gewinnen.

Was passiert, wenn das Unternehmen auf all diesen Kanälen keine informativen Inhalte für den Interessen bietet? Richtig. Vermutlich nicht besonders viel.

Definition Inbound Recruiting

Inbound Recruiting ist eine Vorgehensweise zur Personalgewinnung, die darauf abzielt, von Interessenten gefunden zu werden und diese mit Hilfe einer erstklassigen Candidate Experience zur Bewerbung und Annahme eines Jobangebots zu bewegen.

Ja, in diesem Thema lauert eine erschlagende Komplexität. Allerdings darf ich allen Unternehmen mit knappen Personalmarketingbudgets sagen, dass Sie wie so häufig 80% der Ergebnisse mit 20% des Aufwands erreichen können. Sie können erstaunliches schaffen, wenn Sie die wichtigsten Kanäle für Ihre relevante Zielgruppe mit überzeugenden Inhalten versehen.

Sie brauchen also nicht zwingend eine umfassende Content-Marketing Strategie. Sie müssen auch nicht morgen einen Instagram Account starten. Das Arbeitgeberimage-Video ist sicherlich hilfreich, aber eben nicht zwingend notwendig. Ohne mobiloptimierte Karriereseite sieht es dagegen schlecht aus.

Für die Left-Brainer unter uns, lässt sich der Nutzen von Inbound Recruiting sehr konkret erfassen. Sie können mit Inbound Recruiting durch eine höhere Conversion mehr Bewerber generieren und damit die Kosten pro Bewerbung (Cost per Application) senken. Vergessen Sie aber nicht, dass mehr Bewerber den administrativen Aufwand erhöhen und nicht zwingend zu besseren Einstellungen führen. Gutes Inbound Recruiting führt daher nicht zwingend zu mehr, sondern vor allem zu passenderen und besseren Bewerbern. Die Kosten pro Einstellung (Cost per Hire) sinken also.

Erfahren Sie hier, wie Sie eine solide Inbound Recruiting Strategie in 8 Schritten entwickeln können.

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